Jugend und Sozialdienst
Jugend und freiwilliger Sozialdienst – eine gute Kombination
Obwohl sie natürlich irgendwann selbst einmal in der Blüte ihrer Jugend standen, fällt es vielen Erwachsene erstaunlich schwer sich vorzustellen, dass junge Menschen aus freien Stücken einen Betrag zum gesellschaftlichen und vor allem sozialen Leben beitragen möchten.
Überraschend ist dann vielfach bei genauer Beschäftigung mit der Thematik, dass Jugend und freiwilliger Sozialdienst sogar sehr gut miteinander vereinbar sind. Oft ist gerade ihr junges Alter ein Vorteil für die Heranwachsenden, die aus einer Art inneren Antrieb heraus etwas leisten möchten und dafür den sozialen Dienst als den richtigen Ansatz erkennen. Aus Sicht von Erwachsenen handelt es sich bei den jungen Mitarbeitern in Altenheimen, Einrichtungen für Kinder, Jugendzentren und bei anderen sozialen Trägervereinen wohl vorrangig um solche Schüler, die wegen irgendeines Deliktes ihre gerichtlich veranlassten Sozialstunden ableisten müssen. Doch weit gefehlt.
Ein Vorteil, wenn Jugend und freiwilliger Sozialdienst eine Verbindung eingehen: Die jungen Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen gehen oftmals weitaus weniger voreingenommen ans Werk. Sie vertrauen darin, dass es für jedes Problem eine adäquate Lösung gibt, die für alle Beteiligten gut ist. Selbst erfahrene und ambitionierte Sozialarbeiter und Pädagogen verlieren dieses Denken häufig früher oder später. Ein weiterer Pluspunkt der jugendlichen Helfer, die sich für den freiwilligen Sozialdienst entschieden haben, ist die Tatsache, dass sie bei Einrichtungen für junge „Kunden“ mitunter einfach näher an den Besuchern sind und leichter den Kontakt finden als die Erwachsenen.
Eine gute Gelegenheit ist der freiwillige Sozialdienst vor allem für die jungen Menschen, die sich schon früh während der Schullaufbahn vorstellen können, später in einer der vielen Sparten des sozialen Sektors zu arbeiten. Ob im Praktikum oder einer langfristigen Mitarbeiter bei einer sozialen Einrichtung: Ausprobieren und testen sollte man sich selbst in jedem Fall. Denn nicht jeder ist für die Arbeit geschaffen und hinter manchem Wunsch, andere zu fördern und zu unterstützen, steckt letztlich doch nur ein so genanntes Helfersyndrom. Bestätigen die neuen Erfahrungen den Willen zum sozialen Engagement, sind die Weichen möglicherweise schon gestellt. Dann wenigstens haben die Jugendlichen schon die ersten praktischen Erfahrungen gesammelt, die später im Studium vielleicht sogar anerkannt werden. Zumindest aber werden auf diese Weise wichtige Kontakte geknüpft, die bekanntlich in keinem Arbeitsbereich schaden, wenn irgendwann im Studium oder der Ausbildung weitere Leistungen in der Praxis erbracht werden müssen und sich die Frage nach der richtigen Adresse für diesen Einsatz stellt.